Der Filmjournalist Günter H. Jekubzik beschreibt die »Trilogie über Arbeit und Alltag« so:

»Die 1985 begonnene TRILOGIE ÜBER ARBEIT UND ALLTAG  (16mm,  auch »Irrsinn  des  Alltags genannt«) steht  unter  dem  Motto: »Der Mensch ist eine arbeitende Maschine. Täglich immergleiche Handgriffe, Abläufe, Wege. Keine Freizeit nach Feierabend. Es hört nicht auf.«

EIN  NORMALES  LEBEN (14 Min.),  frei nach  einem  Liedtext  von Peter Gabriel,  beginnt mit dem Aufstehen vor dem Arbeitstag und endet scheinbar in einer psychatrischen Klinik. Originelle Perspektiven  und  Ideen machen Herrn Müller munter  (und  begeistern  die Zuschauer).  Aber  schon  der Gang durchs Treppenhaus  wird  zur unentrinnbaren  Falle und in den Büros starrt Müller das Ewig-Gleiche ins Gesicht.

10 3/4 ZOLL ist ein vierminütiger,  abstrakter Film.  Rhythmisch montierte  Handgriffe  und Hammerschläge  von  Zimmerleuten  be-rauschen  auf  geniale  Weise.  Die Arbeit  mit 10  Zollnägeln, bearbeitet auf 3/4 Zoll-Band. Für mich das Beeindruckendste von Georg Maas, lief 1986 im Internationalen Forum der Berlinale.

DIE  SONNE KOMMT für den Arbeiter (und in Realität Multitalent) Klaus  Beyer nur selten in die  Alltagsbereiche  Fabrik, Supermarkt, Klo  und Küche.  Dreiundzwanzig  Minuten  Feierabend,  in denen vieles zerbricht.  Tristesse faszinierend und  stilistisch enorm aufwendig fühlbar gemacht (1988).  Auch auf der  Berlinale gelaufen.«

(Günter H. Jekubzik, Magazin Klenkes, Februar 1992)


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