Folterüberlebende aus der Türkei und aus Äthiopien berichten von ihrer Inhaftierung in der Heimat, den Verhören, der Folter, ihrer Einsamkeit im Exil und der Unsicherheit ihrer Situation in Deutschland als Asylbewerber.

Ihre Psychologen vom Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin beschreiben die Methoden und die psychologischen  Folgen der Folter und zeigen Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung auf.

Die meisten Patienten können über ihr Foltertrauma lange Zeit  nicht sprechen und erwähnen die Folter von daher bei ihrem Asylantrag oft nicht. Ihre Erinnerungen sind zerschlagen, und ihre Erzählungen stecken voller Widersprüche.

Dies widerspricht den Erwartungen der Leiterin des Asylentscheidungszentrums in Berlin, für die diese Widersprüche auf einen Mangel an Glaubwürdigkeit der Asylbewerber hinweisen. Die durch die Folter ausgelösten und beabsichtigten Widersprüche in ihren Erzählungen richten sich  bei den Anhörungen zu den Asylverfahren oftmals gegen Folterüberlebenden.

Der Film hat keinen Kommentar.

Er hört den Protagonisten zu und zeigt sie in der Therapie mit den Psychologen des Behandlungszentrums für Folteropfer in Berlin. Besonders beeindruckend sind die Bilder, die die Patienten dort über ihr Leben, ihre Folter und ihre aktuelle Situation gemalt haben.


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